Bräuche in Unken - SALZBURGER SAALACHTAL

• Palmbaum tragen / Palmweihe
• Osterfeuerweihe "Schwammtragen"
• 1. Mai
• Fronleichnam
• Sonnwend
• Kräuterbuschen
• Erntedank
• Der Advent
• Schön Perchten / Tresterer / Stelzen

Palmbuschenweihe

Am Palmsonntag wird der Palmbaum (einem Weidenästegebinde) mit bunten Bändern, Äpfel und Palmbrezeln geschmückt und zur Kirche getragen und geweiht. Vom gesegneten Baum bekommt jeder im Hause einen Apfel und eine Brezel. Ein Zweig kommt auf das Feld oder dem Acker, einer in den Herrgottswinkel gesteckt und der Baum selbst unter das Vordach zum First. Von dort aus soll er Unwetter und Blitzschlag dem Hause fernhalten.
Die Osterweihe
Ab dem Gründonnerstag ist in der Kirche das Ostergrab aufgestellt, welches das Grab Christi darstellt. Am Karsamstag ist Feuerweihe. Dabei wird die Osterkerze am Osterfeuer angezündet, geweiht und in die Kirche getragen . Kinder tragen das Osterfeuer mit einem, in der Feuerwanne entzündeten Schwamm (getrockneter Baumschwamm) glosend nach Hause. Am Abend findet die Auferstehungsmesse statt.
Am Ostersonntag wird schon vor Tagesanbruch um 4:00 Uhr früh in der kleinen Kapelle auf dem Kalvarienberg der Rosenkranz gebetet. Dann wird von den Hausfrauen das „Gweichtl“ mit Ostereier, Osterbrot, Butter, Geräuchertem und Salz zusammen gerichtet und in der Kirche bei der Speisenweihe vom Pfarrer gesegnet. Zuhause sollte ein Jeder von den geweihten Speisen essen.

Osterfeuerweihe "Schwammtragen"

Am Samstag vor dem Ostersonntag wird auf dem Ortsfriedhof der rund um die Pfarrkirche Unken angelegt ist das Osterfeuer erichtet und gesegnet. Der Priester entzündet am Feuer die Osterkerze und bringt sie in die Kirche. Die brennende Kerze versinnbildlicht dabei Christus als Licht der Welt. Das Feuer wurde und wird heute noch mit Schwämmen (Baumpilz) nach Hause getragen und die Glut in den Holzofen gegeben. Der "Schwamm" ist ein getrockneter Baumschwamm der an einem Draht befestigt wird. Dieser getrocknete "Schwamm" wird meist von älteren Kindern nach der Weihe des Osterfeuers in das Feuer gelegt bis er brennt. Durch häftiges Schwingen bildet der Schwamm eine Glut und wird so nach Hause getragen. Die Kinder laufen weiters auch von Haus zu Haus und geben einen Teil des Schwammes (Osterfeuers) ab. Dafür bekommen sie kleine Gaben.

Der 1. Mai

Am 1. Mai, dem "Tag der Arbeit", wird der Maibaum im Dorf aufgestellt. Den Baum spenden ein Waldbauer oder die Forstämter. Der Baum wird die Nacht davor vom Trachtenverein bewacht. Sollte er jedoch gestohlen werden, muss er von den „Stehlern“ geschmückt werden und vom Trachtenverein ausgelöst werden. Der Maibaum wird mit dem Pferdegespann zum Dorfplatz gebracht und dort traditionell mit Hilfe von Holzstangen händisch aufgestellt.

Fronleichnam

Der Fronleichnamstag wird im Volksmund auch Kranzltag genannt und ist einer der eindrucksvollsten Feiertage unseres Ortes. Alle Vereine und die Erstkommunikanten (mit ihren schönen Kleidern) versammeln sich am Dorfplatz und nehmen Aufstellung, um in die Kirche zu marschieren. Nach dem Festgottesdienst folgt die Prozession. Es formiert sich ein prächtiger Zug mit allen Vereinen und Kirchleuten. Die Heiligenfiguren werden von den jungen Frauen und Burschen mitgetragen. Die Prozession bewegt sich voller Andacht zu den vier Altären. Der Schlusssegen wird in der Kirche gesprochen.

Sonnwend

Alljährlich brennen zur Sonnwende viele Feuer auf den Berggipfeln und Höhen. Das Feuer soll der auf dem Höhepunkt stehenden Sonne Beistand leisten. Ihm wird eine schützende und reinigende Kraft zugesprochen und es soll Licht und Leben symbolisieren. Beim Sonnwendfeuerspringen heißt es, dass die Liebe des Paares ewig hält.
 

Kräuterbuschen

Am 15. August, zu Mariä Himmelfahrt findet die Kräuterweihe statt. Der Kräuterbuschen besteht aus 9 verschiedenen Kräutern und Blumen. Der geweihte Kräuterbuschen wird von den Bauern verwahrt. Ein Teil der Kräuter wird bei den Rauhnächten in die Glut der Räucherpfanne gerebelt. Der große Teil wird am Bachltag (Heiligabend) dem Vieh verfüttert, um Schutz vor Krankheiten zu bieten.

Erntedankfest

Mit dem Erntedankfest und der Erntekrone, die von der Landjugend in stundenlanger Arbeit kunstvoll hergestellt wird, dankt man nicht nur für die gute Ernte des vergangenen Jahres, sondern man erbittet auch für das kommende Jahr den Segen. Die Erntedankkrone wird aus Ähren gefertigt und mit Blumen geschmückt. Es werden Körbe mit Gemüse und Früchten gefüllt. Nach der Weihe in der Kirche wird die Krone mit den Körben bei einem Prozessionsumzug auf einem Pferdefuhrwerk durch die Fluren gefahren. Bei der anschließenden weltlichen gemütlichen Beisammensein wird das gespendete Gemüse versteigert.

26. Oktober - Staatsfeiertag

Der Advent

Die stille Zeit vor Weihnachten wird auch in Unken mit verschiedenen Anlässen gefeiert.
Einer davon ist der Adventmarkt im Dorf.
Weiters ist am 6. Dezember der heilige Nikolaus, als Symbol für das Gute und der Krampus, als sein finsterer Begleiter anzutreffen. Wie auch in vielen anderen Gemeinden wird in Unken ein Krampusrummel veranstaltet.
Die Anklöckler sind an den Donnerstagen unterwegs und sammeln für einen guten Zweck. Bei diesem Brauch wird sinnbildlich die Herbergsuche des heiligen Paares nachgestellt.
Zu Weihnachten wird in der Kirche die Krippe aufgestellt. Am Bachltag (Heiligabend) findet in der Pfarrkirche Unken die Kindermette statt, in der Hirtenspiele von Kindern aufgeführt werden.
Zur Weihnachtszeit gibt es drei Rauhnächte. Heilig Abend (Bachltag), Silvester und der Vorabend zu Heilig drei König. Es werden mit Weihrauch in einer Holzglutpfanne und Weihwasser die bösen Geister vertrieben und guten Segen erbeten. Während der Räucherung muss jeder im Haus wohnende zuhause sein um nicht bei der Segenserbittung nicht ausgeschlossen zu werden.

Der Dreikönigstag - Trestern

Ab den Mittagsstunden ziehen die Tresterer durch einen der sieben Ortsteile von Bauernhof zu Bauernhof. Die Bauern sehen es gern, wenn die Perchten kommen, sollen sie doch ein gutes Jahr bescheren. Die Tresterer Gruppe besteht aus Schiachperchten, den Schönperchten mit einem Kasperl und einem Pater und Musikanten. Die drei Schiachperchten ziehen voraus und suchen den Bauernhof heim. Werden dann vom Pater aus dem Haus gewiesen. Die Schönperchten bringen mit einem Tanz Glück und Segen ins Haus. Der Kasperl treibt derweil schabernak. Ein selten verbreiteter und in dieser Form einzigartiger Brauch.


Stelzentanz

Acht Burschen bilden 4 Paare die auf Stelzen und langen Hosen im Tresterer-Gewand in verschiedenen Tanzformation Figuren tanzen, zum Teil mit einem Bandlbaum .
Figuren ähneln zum Teil an den Tresterertanz und es hat das Eine das Andere vielleicht beeinflusst.
Der Stelzentanz in Unken ist in seiner Einzigartigkeit erwiesen und bestätigt.

PRIVATVERMIETER - UNKEN - PINZGAU - SALZBURGER SAALACHTAL

Salzburger Saalachtal